Über uns

Der Arbeitskreis Medizinischer Ethik-Kommissionen (AKEK) ist der Zusammenschluss der öffentlich-rechtlichen Ethik-Kommissionen, die in Deutschland biomedizinische Forschungsvorhaben nach wissenschaftlichen, ethischen und rechtlichen Kriterien bewerten. Unser Hauptziel ist es, die medizinischen Ethik-Kommissionen in der Ausübung ihrer Tätigkeit zu unterstützen. Dabei treten wir für die unverzichtbaren ethischen Standards in der Forschung mit Menschen, die Rechte und den Schutz der Studienteilnehmer sowie für die Freiheit der Forschung ein.

Der Arbeitskreis wurde 1983 als gemeinnütziger Verein mit dem Anliegen gegründet, im föderalen System der öffentlich-rechtlichen Ethik-Kommissionen bundesweite Zusammenarbeit und Austausch zu ermöglichen. Heute gehören ihm 52 nach Landesrecht gebildete Ethik-Kommissionen als Mitglieder an.

Aufgaben des Arbeitskreises Medizinischer Ethik-Kommissionen

Forum für Austausch und Harmonisierung

Die Erfahrung unserer Mitglieder in der Beurteilung von medizinischen Forschungsvorhaben bildet die wertvolle Grundlage für jegliche Aktivitäten des Arbeitskreises. Der Austausch zu Grundsätzen der Ethikberatung aber auch zu Herausforderungen und kontroversen Themen in der Praxis ist daher überaus zentral. Auf dieser Basis entwickelt der AKEK fortwährend Mustertexte und Empfehlungen, die der Vereinheitlichung der formalen Bewertungsprozesse dienen, ohne dabei die Unabhängigkeit der einzelnen Ethik-Kommission zu berühren. Zudem bietet der Arbeitskreis regelmäßig Fortbildungen für Mitglieder und Mitarbeitende der Ethik-Kommissionen an.

 

Förderung der medizinischen Wissenschaft

Die biomedizinische Forschung unterliegt einem stetigen Wandel durch neue Methoden und Technologien und begründet ihrerseits den Fortschritt der modernen Medizin. Diesen Wandel begleitet und fördert der Arbeitskreis, indem er die aktuellen Problemstellungen der Forschung auf seinen wissenschaftlichen Tagungen diskutiert und in Publikationen der (Fach-)Öffentlichkeit zugänglich macht. Im Fokus stehen v.a. Fragen der Forschungsethik und ihrer Umsetzung in der alltäglichen Forschungspraxis sowie Aspekte der wissenschaftlichen Qualität von Forschung. Zudem wird einmal jährlich der Forschungspreis des AKEK an Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verliehen, die einen besonderen wissenschaftlichen Beitrag zur Beantwortung forschungsethischer Fragen leisten.

 

Ansprechpartner für Forschende, Patienten und Patientinnen

Der Arbeitskreis unterstützt Forschende bei grundsätzlichen Fragen zur Beantragung von Forschungsprojekten bei den Ethik-Kommissionen durch umfangreiche Informationen u.a. auf dieser Website. Er steht als direkter Ansprechpartner für Forschende, aber auch für Sponsoren und Auftragsforschungsinstitute im In- und Ausland zur Verfügung. Gemeinsam mit der Bundesärztekammer entwickelt der Arbeitskreis Lehrpläne für Ärzte und Ärztinnen, in denen die Anforderungen für Forschung zu Arzneimitteln und Medizinprodukten vermittelt werden. Zudem halten wir Kontakt zu verschiedenen Patientenvertretungen, um die Perspektive von Patienten und Patientinnen in klinischen Studien einzubeziehen.

 

Politische Positionierung in Deutschland und Europa

Der Arbeitskreis vertritt die Ethik-Kommissionen im öffentlichen Diskurs. So ist der AKEK Ansprechpartner für Behörden und Ministerien, nimmt Stellung zu Gesetzgebungsverfahren, die die Belange von Studienteilnehmer und Studienteilnehmerinnen sowie Ethik-Kommissionen betreffen, und engagiert sich intensiv auf europäischer Ebene.

Organisationsstruktur des Arbeitskreises

Die Mitglieder des Arbeitskreises sind die öffentlich-rechtlichen Ethik-Kommissionen, die an Universitäten und Ärztekammern sowie bei den Ländern zur Bewertung medizinischer Forschungsvorhaben eingerichtet wurden. Als höchstes beschlussfassendes Organ entscheidet die Mitgliederversammlung über die grundsätzlichen Positionen des Arbeitskreises. Aus der Mitte der Mitgliederversammlung wählen die stimmberechtigten Vertreter und Vertreterinnen den Vorstand und berufen Arbeitsgruppen ein. Vorstand und Arbeitsgruppen tragen wesentlich zur inhaltlichen Auseinandersetzung über zentrale Problemstellungen in der Arbeit der Ethik-Kommissionen bei. Weitere Informationen finden sich in der Satzung und in der Beitragsordnung des Vereins.

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Mitglieder

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Vorstand

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Arbeitsgruppen